Über Mediation

Was ist Mediation, wofür steht sie und wie funktioniert sie?

Was ist Mediation?

Mediation ist eine Konfliktklärungsmethode, in der die streitenden Parteien mithilfe eines allparteilichen Dritten, dem Mediator / der Mediatorin, Entscheidungen und Lösungswege aus dem Konflikt gemeinsam erarbeiten.

Im Unterschied zu Gerichtsverhandlungen oder Schiedsgerichtsverfahren entscheiden hier die Beteiligten ausschließlich selbst. Der/die Mediator/in übernimmt dabei eine moderierende Funktion. In vielen Fällen wird eine außergerichtliche Klärung erst mit Hilfe von Mediation möglich. Die Einschaltung eines Mediators spart häufig viel Zeit, Nerven und erhebliche Kosten.

Mediation (auch als Konflikt-Coaching, Konflikt-Moderation oder Klärungshilfe bezeichnet) wird zum Beispiel bei Familien- oder Nachbarschaftsstreitigkeiten, bei Ehe- und Scheidungskonflikten, bei Auseinandersetzungen innerhalb oder zwischen im Bauwesen oder der öffentlichen Planung angewendet.

Die große Chance des Verfahrens wird angesichts überlasteter Gerichte und oft unbefriedigenden Entscheidungen mehr und mehr erkannt und hält mittlerweile Einzug in alle Bereiche des privaten und/oder beruflichen Miteinanders.
 

Wofür Mediation?

Wo immer Menschen zusammenleben oder -arbeiten, treten regelmäßig offene oder schwelende Störungen auf. Werden diese nicht ausgeräumt, drohen sie, die Zusammenarbeit zu behindern oder zu lähmen, z.B.:
  • bei verhärteten Positionen,
  • bei drohenden Gerichtsprozessen,
  • bei immer wieder gleichen unfruchtbaren Auseinandersetzungen,
  • bei einer "vergifteten" Atmosphäre,
  • bei Dienst nach Vorschrift oder innerer Kündigung,
  • bei mangelndem Engagement,
  • bei ewigen Reden über Kleinigkeiten oder Papierkrieg, 
  • ...
Der "klassische Weg" vors Gericht ist oft nicht möglich bzw. unkalkulierbar in Verlauf und Ergbenis. Außerdem wird ein weiteres Zusammenleben oder eine weitere Zusammenarbeit nach einem Rechtsstreit erst recht erschwert.  

Wie läuft eine Mediation ab?

Der übliche Ablauf wird im Folgenden grob umrissen:
  1. Klärung eines gemeinsamen Rahmens und der Vorgehensweise
  2. Darstellung der jeweiligen Sichtweisen aller Beteiligten (Themen, Anlässe, Hintergründe).
  3. Gesprächsführung, die eine schrittweise Auseinandersetzung ermöglicht.
  4. Damit Herausarbeitung der jeweiligen Interessen der Beteiligten
  5. Ermöglichung von gegenseitiger Nachvollziehbarkeit der Sichtweisen.
  6. Aktivierung der Suche nach Lösungsoptionen
  7. Schriftliche Vereinbarung zur gefundenen Lösung und dem weiteren Vorgehen.
Eine Mediation findet meistens mit einem oder zwei Mediatoren/Mediatorinnen statt. In der Regel nehmen an der Mediation nur die direkt am Konflikt Beteiligten teil. Diskretion über alle besprochenen Inhalte ist selbstverständlich. Ausnahmen hiervon bedürften der Zustimmung aller Beteiligten. Ort und Zeit der Gespräche werden gemeinsam festgelegt. Die Treffen dauern in der Regel 90 min. Die benötigte Anzahl der Treffen ist abhängig vom Anliegen und der spezifischen Situation, der Erfahrung nach gibt es in der Regel zwischen 2 und 10 Treffen. Bei Teamkonflikten sollten 1-2 Tage angesetzt werden.

Die Beteiligten entscheiden nach jeder Sitzung, ob und wann sie die Mediation fortsetzen wollen.

> Mehr dazu hier in unserer speziellen Broschüre zur Mediation.